Darmkrebs früh erkennen mit iFOBT-Stuhltest

Das neue Stuhltest-Verfahren zur Früherkennung
von Darmkrebs steht ab 1. April ´17 gesetzlich Versicherten
als Kassenleistung zur Verfügung.

Das kolorektale Karzinom zählt zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen in Deutschland. Dabei lässt sich Darmkrebs früh erkannt sehr gut heilen und durch die Behandlung von Vorstufen sogar vermeiden.

Zur Früherkennung von Darmkrebs haben alle gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland von ihrem 50. Geburtstag an Anspruch auf einen fäkalen okkulten Bluttest (FOBT). Der von den Krankenkassen seit Jahrzehnten erstattete Test, ein enzymatisches Nachweisverfahren für okkultes Blut (Guajak-Test, gFOBT), wird nun ab 1.4.2017 durch einen quantitativen immunologischen Test (iFOBT) ersetzt. Darüber hinaus wird vom 55. Geburtstag an eine Koloskopie angeboten.

Der Goldstandard zur Entdeckung von Darmkrebs und -Vorstufen ist die Koloskopie. Hierbei handelt es sich jedoch um ein invasives Verfahren, das nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung (20-30 %) in Anspruch genommen wird.

Nicht-invasive Screening-Verfahren zur Darmkrebsvorsorge sind daher besonders wichtig, denn die Bereitschaft, einen einfachen Labortest durchführen zu lassen, ist deutlich höher. Das Verfahren iFOBT detektiert okkultes Blut im Stuhl, welches von Mikroblutungen aus Darmtumoren oder Darmpolypen stammen kann.

Nachdem der gemeinsame Bundesausschuss (GBA) bereits im Oktober 2016 den Beschluss zur Einführung eines quantitativen Stuhltests getroffen hat, haben sich KBV und GKV erst vor einigen Tagen und damit mal wieder kurz vor Ablauf der Frist zum 1.4.2017 auf die Regularien und die Durchführung des neuen quantitativen Stuhltests  geeinigt.

Weitere Informationen zur Abrechnung und Handhabung in unserem Labletter 31 iFOBT

 So einfach geht’s

Informationen zur Handhabung des Probeentnahme-Sets stellen wir Ihnen folgend sowohl als Dokument sowie Online-Stream (~ 3 Minuten) zur Verfügung.

 

Häufig gestellte Fragen

 

In das Röhrchen muss nur eine sehr geringe Menge Stuhl, auf keinen Fall eine Menge in Gramm !!! Nach Zurückstecken des Dosierstabes muss die Flüssigkeit im Röhrchen KLAR bleiben !

Gehen Sie wie folgt vor: Verwenden Sie zur Probennahme bitte ausschließlich den im Set enthaltenen Dosierstab. Stechen Sie 3x an verschiedenen Stellen in die Stuhlprobe und stecken den Dosierstab dann zurück. Beachten Sie, das der Dosierstab spezielle Kerbungen besitzt, die Stuhl aufnehmen. Überschüssiger Stuhl wird beim Zurückstecken des Dosierstabes automatisch abgestrichen. Für die Durchführung des Tests reicht die in den Einkerbungen hängengebliebene Menge Stuhl. Ein „löffeln“ mit dem Dosierstab ist nicht notwendig, sogar kontraproduktiv, da die Probe dann unmessbar bzw. falsch positiv werden kann.

In dem von uns produzierten Video können Sie sehen, wie einfach der Test funktioniert 🙂
Wenn Sie unsicher sind und gerne nochmal Rücksprache mit uns halten möchten, dann rufen Sie uns gerne an.

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Lagern Sie die Probe nur vorübergehend im Kühlschrank und bringen Sie die vorbereitete Stuhlprobe am gleichen Tag, aber spätestens am Folgetag in Ihre Arztpraxis zurück. Von dort wird die Probe zu ins Labor gebracht.

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Antwort: Nein! Verwenden Sie ausschließlich das in dem Set mitgelieferte Röhrchen.

Begründung: Der iFOBT bringt viele Vorteile mit sich (z. B. wird das Ergebnis nicht durch ein vorherigen Verzehr von Fleisch falsch positiv), aber auch einige neue Dinge. Hierzu gehört u. a. der in dem Röhrchen vorhandene Puffer (es handelt sich um die klare Flüssigkeit in dem Röhrchen). Dieser stabilisiert die Probe und hemmt das Bakterienwachstum in der Probe.

Anmerkung: Die Probe sollte innerhalb von 24 Stunden im Labor eintreffen, um ein belastbares Laborergebnis zu erhalten. Beachten Sie auch die Anleitung zur Probennahme. Diese enthält alle wichtigen Informationen.

In dem von uns produzierten Video können Sie sehen, wie einfach der Test funktioniert 🙂

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